Samstag, 17. Februar 2018 // 23:00
BERLINER NAECHTE MIT MIRA,
GUIDO SCHNEIDER & DANIEL DREIER

Mira
Guido Schneider
Daniel Dreier

Mira [katermukke]
Guido Schneider [cocoon, cadenza, poker flat]
Daniel Dreier [highgrade, dantze]
Juli N More [sisyphos]
Domenic D'Agnelli [rave on snow]
Bait & Switch [sophisticated retreats]
Christian Bott [hotel digital]
Kadika [hotel digital]
Frau Laura & Friends

➡️ FACEBOOK

Flackernde Neoröhren schreien es von den Dächern! Die nächste Berliner Nacht der Naechte steht vor der Tür. Während wir bei den letzten drei Ausgaben mit den Labelnaechten von Stil für Talent, Upon.You und Watergate den Fokus ganz auf bestimmte Strömungen gelegt haben, holen wir im Februar zum kapitalen Rundumschlag aus. Mit Mira von Katermukke, Guido Schneider von Poker Flat sowie Daniel Dreier von Highgrade und Juli N. Moore aus dem Sisyphos verschaffen wir uns bei der ersten Berliner Naechte des neuen Jahres einen Überblick über verschiedene, aktuelle Soundphilosophien aus der Hauptstadt. Jeder der vier steht nicht nur für verschiedene Labels und Venues, sondern auch für verschiedene musikalische Ansätze. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass die Acts wunderbar miteinander harmonieren werden. Es machte einfach zuviel Sinn, Sie euch gemeinsam zu präsentieren. Was wollen wir? Eine Berliner Nacht hoch vier!

Mit Mira haben wir im Westen inzwischen schon manche wilde Nacht verbracht. Als Teil des Kollektivs war sie schon mehrfach mit dem „Maunz-Pack“ bei unseren großen Katermukke-Nächten am Start. Vor vielen Jahren hatten wir auch groß den Sommerabschluss mit ihr gefeiert. Es freut uns, dass wir sie nun bei einer Berliner Naechte noch mal ganz anders, als Vertreterin eines ganz eigenen Hauptstadtsounds in Szene setzten können. Wie die meisten der Katermukke-Crew, verdankt Mira einen großen Teil der Bekanntheit ihren Sets in der Bar25. Fälschlicherweise, weil sie vergleichsweise spät zur Bar-Reidency hinzugestoßen war, wird sie deshalb manchmal als „Nesthäckchen“ oder neuerer Name wahrgenommen. Tatsächlich hat natürlich auch Mira ein Leben vor der Bar und eine spannende 10-jährige Herstory als Teil der ostdeutschen Elektronikszene, zu der auch die vielbeachtete Reihe Tonstörung in Leipzig aber auch eine regelmäßige SMS-Präsenz gehörte. Damals zierte häufig noch ein förmliches „Miss“ vor ihrem Namen die Flyer. Momentan gehören die SaSoMo-Weekender im Kater Holzig zu ihrer wichtigste Spielwiese, auf der sie ihren teils avantgardistischen, stets warmen, tanzbaren Sound präsentiert.

Davon, dass Guido Schneider und und Daniel Dreier gut miteinander harmonieren, konnten wir uns schon persönlich überzeugen. Wir hatten beide bereits vergangenes Jahr im Doppelpack bei einer spektakulären Berliner Naechte zu Gast. Dreier blickt gewissermaßen als „Daniel Dampf in allen Berliner Gassen“ auf Recidencies in den wichtigsten Hauptstadtinstituitionen von Bar25 über Watergate bis zur Panorama Bar zurück. Guido Schneider ist einer der profiliertesten Vertreter reduzierter elektronischer Musik, der mit seinen Tracks und Veröffentlichungen den Sound von Poker Flat entscheidend mitprägte. Zwischen den beiden bestehen auch auf Produktions- und Veröffentlichungsebene diverse Verbindungen. Beide sind Labelkollegen auf Highgrade und hatten mit der „Hollow People“ auf Enough Music bereits gemeinsam eine EP veröffentlicht. Letztes Jahr hatten sie sich an eine weitere, extrem spannende Koproduktion gemacht. Mit der Katalognummer 290 steuerten sie einen Beitrag zur dem sehr konzeptionellen Digital-Label und der Serie „Little Helpers“ bei, die die Grenze zwischen Track und Club-Tool start verwischt. Auch ihre 5 Tracks sind extrem reduzierte Beiträge für Minimal-Puristen, die jedoch über jede Menge Groove und Tiefe verfügen.

Tanzhaus West & Dora Brilliant | House | 23:00